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Kletzenbrot

Hallo Ihr Lieben, ich mal wieder Eure Bine.

Heute möchte ich Euch mal wieder ein Rezept aus meiner Heimat vorstellen. Meine liebe Michaela, ihr kennt sie schon von den Fleischnudeln und den Krapfen, hat heute für Euch ein richtig gutes Rezept für

Kletzenbrot.

Was das ist wollt Ihr wissen??? Gerne erkläre ich es Euch.

Die Kletze oder auch bekannt als Hutze oder Hutzle, ist eine getrocknete, gedörrte Birne. Also eine Dörrbirne.

Das Wort Kletze kommt von dem mittelhochdeutschen Wort „kloezen“ was so viel wie spalten bedeutet.

Für die Kletzen, die Dörrbirnen, wird eine spezielle Birnensorte verwendet. Sie zeichnet sich besonders durch ihre sehr stabile Schale und den sehr hohen Zuckergehalt aus. Im ungedörrten Zustand schmeckt diese Birnen Sorte nicht wirklich.

Aber im gedörrten Zustand wird sie für das Kletzenbrot und auch für Liköre und Birnenbrand verwendet.

Das Kletzenbrot ist also ein Brot welches aus getrockneten Birnen und anderen leckeren Zutaten besteht.

In Österreich und im süddeutschen Raum sowie in Südtirol wird das Kletzenbrot vor allem in der Adventszeit zubereitet und verzehrt. Etwas Butter auf das Brot und es schmeckt einfach nur herrlich.

Im oberen Allgäu, welches früher durch seine kargen Böden recht arm war, wurde das „Birnebrot“ wie das „Kletzenbrot“ hier heißt, zu Weihnachten nach der Christmette mit einem Obstler gereicht.

 

So nun aber genug mit Erklärungen, jetzt kommen wir zu dem Rezept.

Ihr braucht:

5oo g Kletzen

1 l Wasser

500 g Roggenmehl

1 Würfel Hefe

Ca 200 g Dörrpflaumen und Feigen

150 g Rosinen

100 g Nüsse

Rum

Zimt

Ca 2-3 Esslöffel Honig

Etw. Salz

Etw. Zucker

 

Zubereitung:

Einen Tag vorher die Kletzen in dem Liter Wasser einweichen und am nächsten Tag ca. eine halbe Stunde weich kochen. Das Wasser aber nicht wegschütten.

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Die Hefe in lauwarmen Wasser auflösen und ein Dampfel zubereiten (Ansatz zum Hefeteig, bestehend aus Hefe, etwas Zucker und Mehl und warmen Wasser) und dieses gehen lassen, bis es an Volumen zunimmt.

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Nüsse, Feigen Dörrpflaumen und Kletzen kleinschneiden, mit den Rosinen, dem Honig, dem Zimt und dem Rum vermischen und ziehen lassen.

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Während die Mischung durchzieht vermischt man das Dampfl mit dem Mehl, etwas Salz und Wasser nach Gefühl zu einem Brotteig. Nicht zu fest aber auch nicht zu weich.

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Den Teig ca. eine halbe Stunde rasten lassen.

Danach den Brotteig mit der Mischung aus den Früchten gut vermischen und noch einmal ein wenig rasten lassen.

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Danach aus dem Brotteig drei oder vier „Strizln“, Laibe formen und diese dann ca. 1 Stunde bei 180° backen.

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Wenn man sich nicht ganz sicher ist ob das Brot fertig ist, einfach die Klopfprobe machen. Klingt das Brot hohl, ist es fertig.

Nach dem Auskühlen in Scheiben schneiden und mit Butter bestreichen und einfach nur genießen.

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Ich hoffe ich konnte Euch mal wieder was Neues vorstellen und es schmeckt Euch genauso gut wie mir.

Danke an meine liebe Michaela für das tolle Rezept.

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Eure Bine mit Michaela

 

 

 

 

Bauernkrapfen und Krapfen

Krapfen Rezept von der lieben Michaela

 

So meine Lieben. Jetzt ist es soweit. Ich verrate Euch nun das lecker Krapfen, Berliner Rezept von meiner Michaela.

Wer meinen Blog schon ein klein wenig verfolgt, der hat auch schon das Kärntner Fleischnudel Rezept von Ihr gelesen und vielleicht schon nachgekocht.

Ich hoffe sehr, dass Michaela mir noch mehr von Ihren leckeren Rezepten verrät, denn sie ist eine richtig gute Köchin und kann auch wahnsinnig gut backen.

So nun aber frisch ans Werk

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 Also Ihr braucht:

0,5 kg Weizenmehl

3 Dotter

50 g Butter

70 g Zucker

etwas Rum

¼ l Milch

1 Pkt Trockenhefe

Salz

Aprikosenmarmelade

Rapsöl und Butterschmalz zum backen

Zimt und Zucker für die Bauernkrapfen

Puderzucker für die „normalen“ Krapfen

 

 

Zubereitung:

 

Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel miteinander vermengen.

Die Milch am Herd warm machen (nicht heiß), geht auch in der Mikrowelle,  und die Butter dazugeben damit sie zerläuft.

Dann die Dotter und die Milch und den Rum zu der trockenen Mischung in die Schüssel geben und alles sehr gut miteinander vermischen und verkneten, bis ein glatter, mittelfester Teig entsteht. Man sollte ihn schlagen bis er Blasen wirft, so nennt man das unter Köchen.

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Den Teig dann in der Schüssel mit einem feuchten Küchentuch abdecken und an einem warmen Platz eine Stunde rasten lassen

Wenn der Teig an Volumen zugenommen hat mit einem Nudelholz ca. Fingerdick, also ca. 1cm dick ausrollen und mit einem Glas oder einem runden Ausstecher ausstechen. Ihr könnt aber auch Kugeln formen, das bleibt jedem selbst überlassen.

Für die Bauernkrapfen die ausgestochenen Kreise einfach in die Länge ziehen. Die einzelnen Kreise, oder in die Länge gezogenen Hefe Teilchen auf ein bemehltes Geschirrtuch legen und noch etwa eine halbe Stunde zugedeckt gehen lassen, an einem warmen Ort.

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Das Rapsöl mit dem Butterschmalz vermischen. Die Krapfen dann mit der oberen Seite ins heiße Fett legen und zugedeckt goldbraun backen. Einmal wenden und dann die zweite Seite Goldbraun backen.

Für die Bauernkrapfen Zimt und Zucker auf einem Teller vermischen.

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Die Bauernkrapfen nach dem backen auf ein Zewa Tuch legen, damit das überschüssige Fett aufgesogen wird und in dem Gemisch aus Zimt und Zucker drehen.

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Für die anderen Krapfen die Marmelade erhitzen und mit einem Spritzsack nach dem backen die Krapfen füllen.

Mit Puderzucker bestreuen und servieren

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Dieses Heferezept kann man natürlich für viele Kuchen verwenden.

Auch für den Kärntner Reindling, aber den stelle ich Euch ein anderes Mal vor.

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Gutes Gelingen und guten Appetit Eure Bine

Danke nochmal an die liebe Michaela, die Ihr auf dem Bild mit dem Reindling sehen könnt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kärntner Fleischnudel

Fleischnudel

 

So meine Lieben. Heute gibt es endlich das leckere Rezept für die tollen Fleischnudeln, die wir im Urlaub in meiner Heimat Kärnten von meiner lieben Michaela aufgetischt bekommen haben.

Fleischnudeln haben in Kärnten Tradition und wenn wir im Urlaub da sind,  macht unsere Michaela sie immer für uns.

Das ist „Heim kommen“

Und wir alle lieben sie.

 

Für den Teig:

+ 500 g Mehl (Dinkelmehl schmeckt sehr lecker, klappt aber auch mit Weizenmehl)

+ Salz

+ 1-2 Eier

+ Öl

+ lauwarmes Wasser

 

Für den Teig werden alle Zutaten gut vermischt und geknetet bis ein glatter Teig entsteht. Am besten eine Kugel formen und zugedeckt etwas rasten lassen.

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Fülle:

+ ca. 1 kg Geselchtes (in Deutschland nehme ich Kassler mit ein bisschen mehr Fett und mische auch noch ein wenig Mett oder Speck dazu damit es nicht zu trocken wird)

+ Zwiebel

+ Schweineschmalz (zum Zwiebel rösten)

+ wer möchte kann noch Petersilie dazu geben

 

Das Fleisch wird gekocht und dann durch den Fleischwolf gedreht.

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Zwiebel würfelig schneiden, und in Schweineschmalz gold-gelb anrösten und zu dem Fleisch geben.

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Wer möchte kann noch ein wenig Pfeffern oder Salzen, aber vorher bitte probieren da Geselchtes oder Kassler oft doch ganz schön würzig ist.

Wer möchte kann jetzt noch gehackte Petersilie dazu geben.

Danach den Teig zu kleinen Kugeln formen.

(Michaela formt keine Kugeln. Sie ist so geübt im Fleischnudeln machen, dass sie die Fülle mit einem Löffel direkt auf den Teig in ihrer Hand füllt.)

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Den Teig zu einer Rolle formen und Scheiben abschneiden.

Diese mit dem Nudelholz auf einem bemehlten Brett ausrollen oder mit der Hand flach drücken.

Die Fülle auf den Teig setzen, taschenartig übereinanderschlagen und zwar so, dass die Fülle ganz bedeckt ist, fest verschließen und darauf achten das ca. 1cm Teigrand um die Nudel ist. Diesen Rand noch mal fest zusammen drücken und dann kann man mit einem Teig-rad eine möglichst Halbmondform ausradeln.

In Kärnten werden die Nudeln dann noch „gekrendelt“.

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Dafür wird der Rand mit Daumen und Zeigefinger möglichst gleichmäßig wellenförmig gedreht, also gekrendelt.

Als ich noch Kind war hat man immer gesagt, dass eine Frau erst dann heiraten darf,  wenn sie „krendeln“ kann.

Die fertigen Nudeln dann auf ein bemehltes Brett setzen und ein Geschirrtuch drüber breiten.

Wasser salzen und ein wenig Öl zugeben und zum Kochen bringen. Die Nudeln dann ca. 15 Minuten darin kochen lassen. Aufpassen das die Nudeln nicht am Boden oder am Topfrand festkleben.

Dazu serviert man Sauerkraut und zerlassene Butter oder Grammelschmalz.

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Ich wünsche Euch viel Spaß mit dem Rezept und bedanke mich noch einmal bei Michaela für die extrem guten Nudeln und das sie mir alles genau dokumentiert hat. Bussi

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Natürlich muss ich Euch „meine Michaela“ auch noch zeigen.

Als Nachspeise kann man Krapfen, Berliner servieren. Das Rezept kommt in einem eigenen Bericht

 

Eure Bine

 

 

 

 

Einfaches Brotrezept

Backe Backe ….. Kuchen …..ähhh nein, heute einmal Brot
Auf  geht’s in die Küche. Ofen an und los.

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Wie versprochen möchte ich Euch heute ein ganz einfaches, aber sehr leckeres Brotrezept vorstellen.
Mein Kleinster hat so ein ähnliches Rezept vor 2 Jahren aus dem Kindergarten mit nach Hause gebracht. Wir haben das Grundrezept übernommen und  spielen jetzt immer ein wenig mit Zutaten.
Ich schreibe Euch heute das Grundrezept hier auf und dann könnt Ihr selbst kreativ werden.
Selbst die Kinder backen es alleine. Der größte wiegt, der Kleinste rührt und der Mittlere ist fürs Backen zuständig. Und was macht Mama…… sie macht dann alles wieder sauber J
So nun aber los.
Was braucht Ihr alles:

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+ eine Schüssel, Löffel und Schneebesen
+ eine Brotbackform und ein wenig Butter zum einfetten
+ einen halben Liter warmes Wasser
+ einen Würfel Hefe
+ 500 g Mehl, Dinkel – Weizen – Vollkorn – gemischt – egal
+ 2 Esslöffel Essig
+ 1 Esslöffel Salz
+ Körner, nach Lust und Laune. Sonnenblumen – Chia – Kürbiskerne – Leinsamen – Nüsse. Was das Herz begehrt. Man kann auch eine Karotte rein reiben oder eine Zucchini . Oder alles zusammen 🙂
Zubereitung:

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Gebt das Wasser in eine Schüssel und bröselt die Hefe rein, mit dem Schneebesen die Hefe aufrühren damit sie schön aufgelöst ist, dann den Essig und das Salz dazu und alles gut verrühren.

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500 g Mehl und die Körner dazu geben. Mit dem Löffel gut durchrühren und dann alles zusammen in eine gefettete Brot- Backform geben.

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Glatt streichen und …. Ab in den Ofen.
Bei 180 Grad ca. 40 Minuten backen.
Na, hab ich zu viel versprochen??? Das ist doch meeega einfach und geht unglaublich schnell und schmeckt wirklich einfach nur gut.
Wenn Ihr nur weißes Weizenmehl nehmt,  gebe ich noch einen kleinen Löffel Honig mit rein und wir haben ein leckeres Weißbrot für das Frühstück am Wochenende.
Wenn Ihr Weißbrot macht, könnt Ihr auch die Form erst nur zu einem Drittel Füllen, darauf dann weiche Butter und frische Kräuter und ein wenig Salz streichen, dann noch mal ein Drittel Brotteig und wieder Butter, Kräuter und Salz und dann den Rest des Brotteiges. Fertig ist ein leckeres Kräuterbrot zum Grillen.
Wie gesagt der Kreativität ist  keine Grenze gesetzt. Ich habe es schon mit Olivenstückchen, getrockneten Tomaten und ganz vielen verschieden Zutaten gebacken und es ist immer gelungen und hat immer geschmeckt.
Ich hoffe ich konnte Euch was Neues in Eure Küche bringen.
Gutes Gelingen und guten Appetit
Eure Sabine 🙂